Reise blog von Travellerspoint

Peking

Bin jetzt in Xian. Liegt im Centrum von China und ist bekannt fuer seine historische Terakotta-Armee.

Peking haben wir vor 3 Tagen verlassen- wieder Nachtzug. Das ist recht angenem hier- meistens fahren die Zuege ueber Nacht und so zieht sich die Reisezeit nicht so, weil man eh schlaeft.
Peking war definitiv interessanter als Shanghai. Wir sind dort 5 Tage geblieben und viel in der Stadt spaziert.
Was wir in Thailand dauernd gemacht haben, haben wir bis jetzt nur einmal in China gemacht: einen Tempel anschauen. Die Tempel hier (Lamatempel) sind echt schoen anzuschauen. So reich verziert und bunt dass man fast meinen koennte sie waeren fuers fotografieren gemacht. Der Buddhismus ist hier in china ein anderer und so wird auch etwas anders "gehuldigt". Mit seeeehr viel Raeucherstaebchen und voller gemeisselten Gestalten. Hat mir gut gefallen, auch wenn sogar das sehr touristisch war. Eintritt zahlen fuer einen Tempel- das gibts in suedostasien nicht.

Das grosse Highlight (neben der chin. mauer) war definitiv die silkstreet:

Ich brauchte dringend mal wieder ein neues Shirt und meine Schuhe die ich von zuhause mitgenommen habe flogen auseinander. Also auf zur "Silkstreet" - der Magnet fuer angeblich billige Waescheberge. In einem grossen mehrstoeckigen gebaeude kann man von Taschen ueber Klamotten bis Elektronikartikel und Schmuck alles kaufen. Also gleich mal ins Stockwerk mit den Schuhen. Jeder Anbieter hat so 3 mal 3 Meter grosse Abschnitte wo seine Waren dringhaengen und die Verkaeufer stehen in den Gaengen um die Leute zu angeln. Mann da gehts ab. Als Fremder wirst du andauernd angesprochen (natuerlich auf englisch): Miss, wie waers mit einem Shirt. Miss vielleicht noch einen Schuh. Kommen, kommen- schauen, schauen. Schoene Miss hier schoene Jeans.... etc etc.
Wenn man dann tatsaechlich mal bei einem stehen bleibt und seis nur um ganz kurz zu schauen schon stehen sie vor dir und raten dir zu diesem und jenem. Dort ist uebrigens alles gefaelschte Markenware. Das weiss mann und ist auch kein Geheimnis. Doch was die an Geld verlangen. Die verlangen fuer in china massenproduzierter gefaelschte Ware den normalen euopaeischen Preis. Fuer die Schuhe die ich schlussendlich dann genommen habe wollte sie erst so um die 750 yuan (75 Euro!!!!). Den Preis zeigen sie auf Taschenrechnern. Es sind einfach sehr unverschaemte Preise. Aber es zeigt dass es doch welche Leute geben muss, die fast diesen Preis zahlen! Wenn man dann mal beginnt zu handeln meinen sie: kommen sie schon, dafuer kriegt man doch in Europa nicht mal socken etc.... Die meinen echt in Europa kann man keine Schuhe fuer unter 70 Euro kaufen. Haben keine Ahnung!
Nach einer Zeit war es so amuesant dass ich richtig meinen Spass an der Preisschlacht hatte ;)
Nach einer Weile weiss man was das ganze hoechstens Wert ist kann einschaetzen was es kosten sollte. Solche Ware wird so billig produziert dass sie wohl nicht mehr wert als 3 Euro ist. So hab ich dann also gleich schonmal am Anfang festgestellt dass ich ihr nicht mehr als 50 yuan (5 Euro) fuer die trekkingschuhe gebe und dass das noch ein fairer Preis ist. Fuer beide. Dann beginnen sie mit der grossen Vorfuehrung: aber miss, willst du mich umbringen? Miss, du machst Scherze. Miss, das ist UNMOEGLICH. Doch man muss dann nur den Ruecken abwenden und das Geschrei geht los- teilweise ueber mehrer Gaenge folgen sie dir und meinen OK miss- fuer 20 euro... Nein danke. Einfach weiterlaufen- miss, willst du wirklich kaufen? - dann bleib stehen. OK- 15 Euro.... weiter laufen. Ich hab dann angefangen zu sagen dass ich textilingenieurin bin und weiss wie diese Dinge Produziert werden und was sie wert sind und nach laengerem hin und her dann hat sie eingewilligt. Sie tuen dann so als haetten sie sogar minus gemacht mit dem Preis und wie ungluecklich sie waeren- aber das ist alles nur Spiel. Sie versuchen einen um den Finger zu wickeln. Es macht echt Spass wenn mans mal raus hat ;)

So- handeln kann ich nun also definitiv! Jeder Tourist handelt, aber viele scheinen sich nicht zu trauen mehr als die Haelfte runterzuhandeln. Doch das ist noch bei weitem zuviel.
Im obersten Stock musste ich sogar um mein essen handeln, da die einfach zu viel von mir wollten. Ich hab dann gesagt dann ich will diesen Teller nicht und ich will mein Geld wieder. Ploetzlich wurde es dann billiger, haha.
Das interessante ist auch, meistens wenn man nach dem Preis fragt wollen sie ihn dir erst gar nicht sagen. Sie tun so als ob sie nicht verstuenden und drehen dir die Ware einfach mal so an. Wenn man dann aber hart bleibt und weitergeht koennen sie dann ploetzlich recht gut englisch: please wait,.....blablabla

Am vorletzten Tag dann wollten wir zur chinesischen Mauer gehen. Natuerlich ohne Tour. Also auf mit der Metro zum Busplatz wo man angeblich (laut lonely planet) den Bus 919 nehmen muss. Diese Busse haben wir recht schnell gefunden. Gleich zum Fahrer gesteuert um zu pruefen ob er auch wirklich dorthin faehrt - mehr als ein abweisendes Winken haben wir nicht gekriegt. Toll. Das groesste Problem waren die Typen mit den Tourfaehnchen und die Taxifahrer. Sie haben uns kaum zu den Bussen gelassen da sie meinten dass die Busse zur Mauer nur von 6-10 Uhr morgens fahren. Wir waren um 11 dort. So versuchten sie uns teure Privatfahrten dorthin anzudrehen oder ganze Touren. Nochmals: Toll.
In meiner Skepsis bin ich zu weiteren Busfahrern gegangen doch jedesmal nur gelangweilte Blicke geerntet.
Nicht sehr hilfreich war die Tatsache, dass an jenem Busbahnbof JEDER Bus die Nummer 919 hatte- was fuer ne Idiotische Regelung!! Also hin und wieder muss ich staunen, wie weit zurueck dieses "ach so schnell wachsende und in die moderne rueckende" China so ist.

Nun gut, trotz aller Skepsis dann halt was anderes unternommen und am naechsten Morgen extra vor 10 Uhr hin, damit die uns den Baeren nicht mehr aufbinden koennen.
Tatsaechlich- die Taxifahrer haben uns nicht mehr genervt. Dann wieder die Sache mit den Busfahrern, doch an dem Tag haben sie es wenigsten schonmal zustande gebracht uns eine Richtung zu weisen. Keine Ahnung was das heissen sollte sind wir also gelaufen bis der Busbahnhof endete. hmmm. Und dann waren wir richtig. Grad an der Kreuzung standen links davon nochmals einige dieser 919er. UND DAS waren die richtigen Busse. Wie sich dann logischerweise herausgestellt hat fahren die Busse zur Mauer DEN GANZEN TAG. Hahaha
GRRRRR

Nach einer 80 minuetigen Busfahrt dann vor einem der sieben Weltwunder gestanden!
Ist schon sehr beeindruckend. Die Mauer selbst habe ich mir groesser und breiter vorgestellt (wohl ein trugschluss aus bekannten Fotografien) aber es ist unglaublich was die Menschen damals geschaffen haben, wenn man bedenkt wie lang die Mauer ist und in welche Bergiger Landschaft sie errichtet wurde.
Hier ein auszug:
Die chinesische Mauer (auf englisch: great wall) ist eine historische Grenzbefestigung, die das chinesische Kaiserreich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden schützen sollte. Sie ist mit 8.851,8 km Länge (Hauptmauer 2.400 km) und auch hinsichtlich Volumen und Masse das größte Bauwerk der Welt. Sie gehoert zu den 7 Weltwundern.

Mensch, was ich nicht alles sehe auf dieser Reise.
Fast vergessen (was zum schmunzeln): nach einer Weile laufen auf der Mauer hab ich sowas wie ein alphor-geraeusch vernommen. Wieso? DA WAR tatsaechlich eins. Irgendeine Gruppe aus Oesterreich (uahaha- wohl so ein alphornverein oder so) hat es mit dem Ding nach China geschafft und dortoben mal ein Staendchen gegeben. Demian hat es sich dann nicht nehmen lassen mittendrin so laut dass es jeder hoeren konnte zu sagen: (extra im schweizer-osterreicher Dialekt. Kommt ja noch besser) He- du kumsch doch oh us oeschtrich!
Ich hab mir in dem Moment grad ein Beil gewuenscht... Meine Reaktion: "halt blos die Klappe" hat dann ein paar ziemlich amuesiert. ;) Vorallem Demian

Mensch, was ich nicht alles sehe auf dieser Reise. ;)

Eingestellt von Inaa 02:15 Archiviert in China

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