Reise blog von Travellerspoint

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venezuela- gran sabana

Hallo an alle!

Ich sollte mich mal wieder melden. Vielleicht zum letzten mal von fernen Laendern, denn bald, sehr bald bin ich wieder in eurer Naehe.
Ich habe also nun einen fixen termin. ende Jaenner werde ich nach einem ganzen jahr wiedereinmal in meinem bett schlafen koennen. Freu mich schon drauf, aber auch wehmut ist dabei denn das heisst das mein grosser traum dann zu ende ist.
Wie ich schon berichtet habe (habe ich doch, oder??? bin mir grad nimmer sicher) bin ich in Venezuela in der gran sabana. Schon seit etwa 2 Monaten die mal wieder vergangen sind wie im Fluge. Ich bin hier durch Demian im richtigen Leben mitdabei, habe viele Leute kennengelernt (verwandte sowie bekannte von ihm) und durfte aus naechster Naehe den venezolanischen Alltag miterleben. Obwohl ich erwaehnen sollte, dass die gran sabana natuerlich nicht das Ganze Venezuela ist. Eigentlich eher als das Urspruengliche, das einfache Leben gesehen. Weiter oben, also in Richung und an der Kueste der karibischen Meer herrscht wiederum Modernitaet die in der Europaeischen wohl in nichts wirklich nachsteht. Das habe ich nicht selbst gesehen, aber oefters zu Ohren bekommen.
Hier in der Gran Sabana leben teilweise recht viele "Aussteiger" die etwas mehr nach dem Prinzip back to the roots leben wollen.
Ich kann schwer beschreiben wie es hier so ist. Nahe an der Grenze zu Brasilien liegt Santa Helena welches ringsum die groesste "Stadt" ist. Da sind wir vor zwei monaten gestanden und haben auf die Toyoteras (toyota-jeep) gewartet die uns eine recht abenteuerlich Strasse mit in abgelegene Doerfchen und Gemeinschaften sowie Minendoerfchen nimmt. Nach einer Weile- so ca. 2 Stunden- gelangt man nach El Pauhi. Das letzte noch recht einfach erreichbare Dorf mit vielen solcher Aussteiger von denen irgendwie alle in irgendeinem Sinn sich als "Artist" beschreiben wollen. Dann nach weiteren 40 Minuten eine teilweise rauhe Buckelpiste hinauf geht es an einen Punkt wo der Fluss Cantarana gute Wasserbedingungen und somit auch gute Lebensbedingungen bietet. Hier hat sich vor vielen Jahren Demians Opa dazu entschieden ein Haus zu bauen und dort zu leben. Mittlerweile ist es sowas wie eine kleine Gemeinschaft. Das Wasser wird direkt aus dem Fluss gefuehrt. So dient dieser Fluss nicht nur zum plantschen, sondern liefert auch das Trinkwasser, das Abwaschwasser, die Klospuelung und sogar den Strom (der von einer kleinen Turbine angetrieben wird) der eigentlich nur abends gebraucht wird. Obwohl fast alle mitlerweile auf den Strom aus Zylinderkraft umgestiegen sind und den des oefteren brauchen, das ausser unser eigentlich jeder einen Kuehlschrank hat, hehe. (Das haus von den Borreros ist ja auch nicht mehr wirklich bewohnt, leben ja jetzt in der Schweiz). Nur jetzt ueber diese gute 2 Monate wird hier wieder regelmaessig mit Gas gekocht und gelebt.
Nach diesem Fluss geht es dann noch weiter in ein Dorf von Mineros (Minenarbeiter die mit Goldschuerfen ihre Existenz sichern koennen). Es leben hier ansich also nicht viele Menschen in der Gemeinschaft und doch herrscht reger Toyotera Verkehr der die Mineros und Indios hin und her fahren sowie immer mal wieder Lastwagen vollbeladen mit Benzin, Bier und Nahrungsmitteln fuer diese Doerfer.
Die Natur hier ist sehr schoen. Nicht zu vergleichen mit unseren europaeischen gruenen Wieschen und Waeldern. Die Savanne ist wunderbar weitslaeufig und toll zum wandern. Hier und dort sieht man dichten Dschungelwald- sattgruen und voller exotischer Tiere. Nachts hoert man meist das Affengebruell bis zu den Hauesern. Kann ganz schone einschuechternd klingen.
Gerade gestern erst haben Demian und ich uns ein Zelt genommen und sind den Abismo (Abgrund, wo diese Ebene aufhoert und einen atemberaubenden Blick auf den Darunterliegenden Dschungel freigiebt) hochgewandert um dort zu zelten und am Morgen den wunderschoenen Sonnenaufgang zu geniessen.

Und da wurde mir wieder erst recht bewusst, dass dieses Jahr des Unentdeckten nun sogut wie hinter mir liegt.
Ich freue mich mittlerweile sehr auf Zuhause und auf altbekannte Sachen. So schoen dieses Jahr war freue ich mich doch irgendwie wieder darauf eine etwas geordnete Bahn einzuschlagen. Ich meine damit, wiedereinmal zu wissen was bzw wo ich die darauffolgende Woche sein und machen werde. Allerdings habe ich davor auch fast genausoviel bammel. Mir hat das alles so gut gefallen, dass es doch moeglich ist dass ich mit dem alten Leben nicht mehr so recht zufrieden sein werde. Doch erstmal habe ich einige Ideen und bin voller Tatendrang. (natuerlich nachdem ich erstmal ganz ruhig und langsam mich eingelebt habe, hehe)
Im moment laesst mir der Gedanke an einen grossen Supermarkt wo ich die Quahl der Wahl habe und zuhause sogar noch einen Kuehlschrank zur Verfuegung ziemlich auf zuhause freuen. Kalte Milch, frischer Joghurt,..... hmmm
Auch der Gedanke in die warme Badewanne zu steigen ist einfach schoen. Vorallem auch wiedereinmal in meinem Bett zu schlafen. In meinem grossen bett um welches nicht gleich noch eines davor, dahinter und rechts davon eins steht oder vielleicht auch darueber noch jemand pennt und schnarcht. Ja, auf Privatsphaere freue ich mich riesig.
Mal schauen wie lange es geht, bis ich all dem wieder verdrossen bin und mich eigentlich hierher wuensche. Ohne Kuehlschrank und Badewanne aber pure Freiheit und Natur.
Das laesst mich recht oft Gruebeln, denn so ein Jahr das in nichts dem Vergleichbar ist was man bis dato kannte brennt sich schon sehr in die Gedanken ein und draengt sich zu einem grossen Teil der Persoenlichkeit.

Na dann, es verbleiben mir hier noch ca. 12 Tage in der Gran Sabana, dann folgt der kroenende Abschluss in Rio de Janeiro- an der copa cabana- und am 28 gehts dann wieder ueber den grossen Teich sodass ich am 29 Jaenner im Winterlichen Europa landen werde.
Lange ists nicht mehr. Vorfreude und Wehmut spitzen sich jeden Tag.

Bis dann, Carina

Eingestellt von Inaa 09:08 Archiviert in Venezuela

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