Reise blog von Travellerspoint

China

Peking

Bin jetzt in Xian. Liegt im Centrum von China und ist bekannt fuer seine historische Terakotta-Armee.

Peking haben wir vor 3 Tagen verlassen- wieder Nachtzug. Das ist recht angenem hier- meistens fahren die Zuege ueber Nacht und so zieht sich die Reisezeit nicht so, weil man eh schlaeft.
Peking war definitiv interessanter als Shanghai. Wir sind dort 5 Tage geblieben und viel in der Stadt spaziert.
Was wir in Thailand dauernd gemacht haben, haben wir bis jetzt nur einmal in China gemacht: einen Tempel anschauen. Die Tempel hier (Lamatempel) sind echt schoen anzuschauen. So reich verziert und bunt dass man fast meinen koennte sie waeren fuers fotografieren gemacht. Der Buddhismus ist hier in china ein anderer und so wird auch etwas anders "gehuldigt". Mit seeeehr viel Raeucherstaebchen und voller gemeisselten Gestalten. Hat mir gut gefallen, auch wenn sogar das sehr touristisch war. Eintritt zahlen fuer einen Tempel- das gibts in suedostasien nicht.

Das grosse Highlight (neben der chin. mauer) war definitiv die silkstreet:

Ich brauchte dringend mal wieder ein neues Shirt und meine Schuhe die ich von zuhause mitgenommen habe flogen auseinander. Also auf zur "Silkstreet" - der Magnet fuer angeblich billige Waescheberge. In einem grossen mehrstoeckigen gebaeude kann man von Taschen ueber Klamotten bis Elektronikartikel und Schmuck alles kaufen. Also gleich mal ins Stockwerk mit den Schuhen. Jeder Anbieter hat so 3 mal 3 Meter grosse Abschnitte wo seine Waren dringhaengen und die Verkaeufer stehen in den Gaengen um die Leute zu angeln. Mann da gehts ab. Als Fremder wirst du andauernd angesprochen (natuerlich auf englisch): Miss, wie waers mit einem Shirt. Miss vielleicht noch einen Schuh. Kommen, kommen- schauen, schauen. Schoene Miss hier schoene Jeans.... etc etc.
Wenn man dann tatsaechlich mal bei einem stehen bleibt und seis nur um ganz kurz zu schauen schon stehen sie vor dir und raten dir zu diesem und jenem. Dort ist uebrigens alles gefaelschte Markenware. Das weiss mann und ist auch kein Geheimnis. Doch was die an Geld verlangen. Die verlangen fuer in china massenproduzierter gefaelschte Ware den normalen euopaeischen Preis. Fuer die Schuhe die ich schlussendlich dann genommen habe wollte sie erst so um die 750 yuan (75 Euro!!!!). Den Preis zeigen sie auf Taschenrechnern. Es sind einfach sehr unverschaemte Preise. Aber es zeigt dass es doch welche Leute geben muss, die fast diesen Preis zahlen! Wenn man dann mal beginnt zu handeln meinen sie: kommen sie schon, dafuer kriegt man doch in Europa nicht mal socken etc.... Die meinen echt in Europa kann man keine Schuhe fuer unter 70 Euro kaufen. Haben keine Ahnung!
Nach einer Zeit war es so amuesant dass ich richtig meinen Spass an der Preisschlacht hatte ;)
Nach einer Weile weiss man was das ganze hoechstens Wert ist kann einschaetzen was es kosten sollte. Solche Ware wird so billig produziert dass sie wohl nicht mehr wert als 3 Euro ist. So hab ich dann also gleich schonmal am Anfang festgestellt dass ich ihr nicht mehr als 50 yuan (5 Euro) fuer die trekkingschuhe gebe und dass das noch ein fairer Preis ist. Fuer beide. Dann beginnen sie mit der grossen Vorfuehrung: aber miss, willst du mich umbringen? Miss, du machst Scherze. Miss, das ist UNMOEGLICH. Doch man muss dann nur den Ruecken abwenden und das Geschrei geht los- teilweise ueber mehrer Gaenge folgen sie dir und meinen OK miss- fuer 20 euro... Nein danke. Einfach weiterlaufen- miss, willst du wirklich kaufen? - dann bleib stehen. OK- 15 Euro.... weiter laufen. Ich hab dann angefangen zu sagen dass ich textilingenieurin bin und weiss wie diese Dinge Produziert werden und was sie wert sind und nach laengerem hin und her dann hat sie eingewilligt. Sie tuen dann so als haetten sie sogar minus gemacht mit dem Preis und wie ungluecklich sie waeren- aber das ist alles nur Spiel. Sie versuchen einen um den Finger zu wickeln. Es macht echt Spass wenn mans mal raus hat ;)

So- handeln kann ich nun also definitiv! Jeder Tourist handelt, aber viele scheinen sich nicht zu trauen mehr als die Haelfte runterzuhandeln. Doch das ist noch bei weitem zuviel.
Im obersten Stock musste ich sogar um mein essen handeln, da die einfach zu viel von mir wollten. Ich hab dann gesagt dann ich will diesen Teller nicht und ich will mein Geld wieder. Ploetzlich wurde es dann billiger, haha.
Das interessante ist auch, meistens wenn man nach dem Preis fragt wollen sie ihn dir erst gar nicht sagen. Sie tun so als ob sie nicht verstuenden und drehen dir die Ware einfach mal so an. Wenn man dann aber hart bleibt und weitergeht koennen sie dann ploetzlich recht gut englisch: please wait,.....blablabla

Am vorletzten Tag dann wollten wir zur chinesischen Mauer gehen. Natuerlich ohne Tour. Also auf mit der Metro zum Busplatz wo man angeblich (laut lonely planet) den Bus 919 nehmen muss. Diese Busse haben wir recht schnell gefunden. Gleich zum Fahrer gesteuert um zu pruefen ob er auch wirklich dorthin faehrt - mehr als ein abweisendes Winken haben wir nicht gekriegt. Toll. Das groesste Problem waren die Typen mit den Tourfaehnchen und die Taxifahrer. Sie haben uns kaum zu den Bussen gelassen da sie meinten dass die Busse zur Mauer nur von 6-10 Uhr morgens fahren. Wir waren um 11 dort. So versuchten sie uns teure Privatfahrten dorthin anzudrehen oder ganze Touren. Nochmals: Toll.
In meiner Skepsis bin ich zu weiteren Busfahrern gegangen doch jedesmal nur gelangweilte Blicke geerntet.
Nicht sehr hilfreich war die Tatsache, dass an jenem Busbahnbof JEDER Bus die Nummer 919 hatte- was fuer ne Idiotische Regelung!! Also hin und wieder muss ich staunen, wie weit zurueck dieses "ach so schnell wachsende und in die moderne rueckende" China so ist.

Nun gut, trotz aller Skepsis dann halt was anderes unternommen und am naechsten Morgen extra vor 10 Uhr hin, damit die uns den Baeren nicht mehr aufbinden koennen.
Tatsaechlich- die Taxifahrer haben uns nicht mehr genervt. Dann wieder die Sache mit den Busfahrern, doch an dem Tag haben sie es wenigsten schonmal zustande gebracht uns eine Richtung zu weisen. Keine Ahnung was das heissen sollte sind wir also gelaufen bis der Busbahnhof endete. hmmm. Und dann waren wir richtig. Grad an der Kreuzung standen links davon nochmals einige dieser 919er. UND DAS waren die richtigen Busse. Wie sich dann logischerweise herausgestellt hat fahren die Busse zur Mauer DEN GANZEN TAG. Hahaha
GRRRRR

Nach einer 80 minuetigen Busfahrt dann vor einem der sieben Weltwunder gestanden!
Ist schon sehr beeindruckend. Die Mauer selbst habe ich mir groesser und breiter vorgestellt (wohl ein trugschluss aus bekannten Fotografien) aber es ist unglaublich was die Menschen damals geschaffen haben, wenn man bedenkt wie lang die Mauer ist und in welche Bergiger Landschaft sie errichtet wurde.
Hier ein auszug:
Die chinesische Mauer (auf englisch: great wall) ist eine historische Grenzbefestigung, die das chinesische Kaiserreich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden schützen sollte. Sie ist mit 8.851,8 km Länge (Hauptmauer 2.400 km) und auch hinsichtlich Volumen und Masse das größte Bauwerk der Welt. Sie gehoert zu den 7 Weltwundern.

Mensch, was ich nicht alles sehe auf dieser Reise.
Fast vergessen (was zum schmunzeln): nach einer Weile laufen auf der Mauer hab ich sowas wie ein alphor-geraeusch vernommen. Wieso? DA WAR tatsaechlich eins. Irgendeine Gruppe aus Oesterreich (uahaha- wohl so ein alphornverein oder so) hat es mit dem Ding nach China geschafft und dortoben mal ein Staendchen gegeben. Demian hat es sich dann nicht nehmen lassen mittendrin so laut dass es jeder hoeren konnte zu sagen: (extra im schweizer-osterreicher Dialekt. Kommt ja noch besser) He- du kumsch doch oh us oeschtrich!
Ich hab mir in dem Moment grad ein Beil gewuenscht... Meine Reaktion: "halt blos die Klappe" hat dann ein paar ziemlich amuesiert. ;) Vorallem Demian

Mensch, was ich nicht alles sehe auf dieser Reise. ;)

Eingestellt von Inaa 2:15 AM Archiviert in China Kommentare (0)

Shanghai

overcast

Shanghai- nicht die Hauptstadt Chinas, aber angeblich die groesste und eine rasch aufsteigende, moderne, metropolische Stadt.
Den Vergleich zu Peking kann ich noch nicht erfassen, denn erst gestern in bejing angekommen.
Von anderen Travellern hab ich zumindest soviel mitbekommen, dass Peking sauberer und natuerlich interessanter sein soll aufgrund den vielen Sehenswuerdigkeiten welche Shanghai fehlen.

Shanghai hat nicht so viel historische Anziehungspunkte. Was man gesehen haben sollte nennt sich "der Bund" und liegt am Fluss. Hier geht man hin um die Skyline am gegenueberliegenden Ufer zu betrachten- wenn nicht gerade alles von Umbauarbeiten zugestellt ist wie in unserem Fall. Aergerlich das dies fuer viele der Anziehungpunkt hier ist. Direkt daran angeschlossen (wie koennte es anders sein) liegt die bekannte Nanjing Road zum bummeln. Also mal wieder Einkaufszentren nach den anderen. Natuerlich wollten wir es uns nicht nehmen lassen in ein zwei reinzuschauen und waren ziemlich von den Preisen erstaunt. Vieles kostet genausoviel wie in Europa, Einiges sogar noch mehr. Nur wenige Dinge sind kaum merkbar billiger.
Ich habe vorallem gemerkt, dass das nicht nur den ganzen westlichen Touristen zu verdanken ist. Nun weiss ich, dass viele Chinesen (mehr als ich dachte) hier recht gut verdienen und weniger aufs Geld schauen als manche westliche. Die meisten chinesen wuerden nie ihr Reisegepaeck schwerbeladen auf dem Ruecken tragen- sie rollen alles in kleinen Koefferchen hinterher. Auch kaum aus dem Bahnhof raus rennen alle zu den Taxifahrern. Man nimmt sich keinen Bus oder eine Metro. So wie wir. Ich wuerde gerne das Verhaeltnis wissen, wieviel Prozent tatsaechlich gut leben und wieviel die andere Seite der Muenze kennen. Denn natuerlich gibt es auch genug die grad so viel verdienen dass sie leben koennen. Das wird sich wahrscheinlich noch in den laendlicheren Gegenden Zeigen.

Am Sonntag wurden wir als wir gerade diesen Bund und die Shoppingmeile hinter uns hatten von zwei Chinesen angesprochen, ob wir nicht ein Foto von den Beiden machen koennten. Nachdem sie auch eines fuer uns geschossen hatten haben wir eine Weile geplaudert. Er aus der Mongolei und sie aus Xian in China sind gute Studienfreunde und waren auch als Touristen in Shanghai. Ohne genau zu wissen wohin sie uns bringen sind wir ihnen zu einer Teehaus-Kette gefolgt wo wir zu viert eine art "Tee-verkostung" erlebten. Das war wirklich interessant. So habe ich erfahren dass man den Loeffel Tee in drei Schlucken fertigen haben soll oder dass die bestimmte Art wie die Dame den Tee in den Krug gegossen hat mit dem Phoenix zu tun hat.... Das Wort fuer "Prost" auf chinesisch allerdings habe ich schon wieder vergessen. Das ganze hat im Preis-Leistungs-Verhaeltnis uebrigens ziemlich viel gekostet und hat mir eben wieder bewiesen, dass diese Summe uns backpackern mehr weh getan hat als den zwei Studierenden. (ich spreche hier von ca. 30 Euro)

Dafuer wiederum haben wir eine herrliche Essensbude grad um die Ecke vom Hostel gehabt. Mit dem chinesischen Essen habe ich mich mittlerweile gut gestellt. Wir haben am Anfang wohl einfach kein glueckliches Haendchen bei der Auswahl der Gerichte gehabt. Das heisst nicht, dass es ueberall gut schmeckt- leider nicht. Doch diese eine Bude die wir gleich zweimal taeglich besucht haben war billig, gut und hat grosse Protionen gehabt. (auch das ist oft leider nicht der Fall)

Einer Empfehlung nach haben wir dann doch noch das angeblich Must see - das chinesische Nationalmuseum angeschaut. Aber schon die Art des Typen der so davon schwaermte haette uns warnen sollen. So toll ist es nun wirklich nicht, auch wenn es in jedem Reisefuehrer etc. angepriesen wird als das wichtigste und herausragendste Museum ganz Chinas. Wenigsten hat es keinen Eintritt gekostet, so wie fast alle Touristenmagnete hier.

Das Youthhostel war uebrigens auch ganz toll. So haben wir nicht den Drang empfunden jeden Tag aufs neue in die Innenstadt zu stuerzen und alles gesehen zu haben. Nein, wir haben auch einen Tag nur mit faulenzen und DVD schauen verbracht. (Ein Hoch auf die Fernseher und DVD Player in den meisten Youthhostels in China)

Jetzt bin ich mal gespannt auf den Tiananmen Square (der groesste Volksplatz weltweit), die forbidden City und natuerlich auf die chinesiche Mauer die etwa 60 km ausserhalb Pekings liegt.
Ebenso hoffe ich darauf eine billige Marktstrasse zu finden da ich gerne mal meine alten Sachen gegen neue tauschen wuerde. Angeblich solls hier so was geben. Auch fuer Technikartikel...

Eingestellt von Inaa 9:06 PM Archiviert in China Kommentare (0)

warten auf den zug

Ich sitze grad noch im Youthhostel und verbringe das warten auf den Zug im Internet. In 2 1/2 Stunden gehts los nach Shanghai- die groesste Stadt in diesem Land.

Hier ein paar Eindruecke die ich gestern und heute so eingefangen habe:

Gestern mit der Metro mal in die Shoppingmeile gefahren. Die Malls sind sowas wie kleine eigene Staedtchen. Einkaufen und Handel hat hier vorrang.
Dann einen richtigen Supermarkt gefunden (hier findet man sonst nur kleine, schlecht sortierte Laeden in den Gassen). Gleich mal zugegriffen beim Joghurt und bei der Selbstbedienungsecke wo man schnell seinen Hunger stillen kann.

Am Abend zu einem Foodcourt gelaufen. (Essensmeile)
Dort fuer feine Dumplings entschieden und kaum hingesetzt, kommen sie aus aller Richtung und wollen ihre Speisen anbieten, obwohl ich ja schon offentsichtlich was bestellt hatte ;)

Heute morgen wieder dort hin um ein paar Snacks fuer die laaange Zugfahrt zu holen und dabei an kleinen Laeden vorbeigelaufen wo eine Dame gerade eine Schildkroete ausgenommen hat... brrr
Daneben kann man Schlaengen, Kueken und alles moegliche in Kaefigen kaufen. Wohl um sie zuzubereiten.... Auch Katzen hatten sie in dem Viertel alle. Hmmm- ob als Haustier oder eher als zukuenftige leckerei...ich weiss nicht.
haha

Eingestellt von Inaa 8:41 PM Archiviert in China Kommentare (0)

China

sunny

Nihao!!!

Hallo aus China.
Meine Guete, ich bin wirklich hier. Es ist grad 3 Wochen her da wurde in Australien das Auto verkauft. Vor zwei Wochen sass ich noch in Sydney. Vor gut einer Woche der Flugmarathon und eine Nacht in Kuala Lumpur in Malaysien. Letzten Dienstag gelandet- GUILIN - Stadt in der Provinz Guanxi- am Li River!!!

Ich bin damit vertraut mit dem Nighttrain durch Thailand zu reisen, mit Bussen durch Laos und Kambodscha sowie auch Malaysien zu fahren. Dann dreieinhalb Monate auf eigene Faust mit eigenem Vehikel. Und dann stand ich (und Demian) am Flughafen in Guilin... ohne einen Reisefuehrer. Keinen Lonely planet. Keinen roughguide. Gar nix.

Dann die bis dahin erste Huerde auf chinesischen Boden- die uns sowas von klar machte dass China doch noch ein ganzes Stueck anders ist als Suedostasien: die chinesische Sprache und ihre Schriftzeichen.
Wir wollten grad den Bus in die Stadt nehmen als die Taxifahrer mit Haenden und Fuessen zu verstehen zu geben versuchten, dass wir fuer das Taxi fast gleich viel zahlen wuerden. Noch dazu wurde wild herumtelefoniert um Leute an die Leitung zu bekommen, mit denen wir uebers Handy englisch reden konnten. So haben wir also ein Taxi gekriegt das uns gleich zu einem Youth Hostel gebracht hat. Die ersten Eindruecke waren so aehnlich zu Thailand etc., dass es erschreckend war fuer mich. Denn ich hatte von China andere Vorstellungen:
moderner, entwickelter, reicher.
Doch die 25-30 km in die Stadt zeigten was anderes. Eine Strasse fuer alle: Gegenverkehr, Tiere, Menschen etc...
Die Gegend gekennzeichnet durch heruntergekommene Haeuser und duennen, alten sowie perspektivlos erscheinenden Senioren. Zudem kein Zeichen von Verkehrsregeln. Jeder hat hier Berechtigung auf den Strassen und wer hupt hofft auf Vorrang. So auch unsere Taxifahrerin. Einfach hupen fahren, hupen fahren. Kleiner Adrenalinschub gewesen, auf den ich verzichten haette koennen.

Dann der zweite Anlauf. Endlich in der Stadt. Endlich ein Bett. Die Preise sind ueberraschenderweise teurer wie erwartet. Fuer ein Dormbed 35 yuan (3,50 Euro). Dafuer ist das Essen wiederum teilweise etwas billiger als in Suedostasien. Fuer 1 Euro bekommt man immer und ueberall was. Von Nudelsuppe ueber Reis-hot-pots bis zu dumplings - was sowas ist wie Ravioli, halt aus Reisnudeln und nicht so wuerzig. Auch Frosch und Aal und Schweineohren oder Huehnerbeine und so weiter kann man haben. Ob in der Suppe oder frittiert oder gebraten... hab ich noch nicht probiert. Weiss nicht ob ich es tun werde :)
Da wir recht ohne Vorbereitungen- und wie schon erwaehnt ohne Reisefuehrer- nach China gereist sind haben wir nicht gewusst dass hier am 1. Oktober Nationalfeiertag celebriert wird. Der 60 Geburtstag Chinas wird hierzu eine geschlagene Woche gefeiert!
Klingt schoen, interessant und spannend- ist es auch. Mal abgesehen von den Preisen. Denn leider schnuppert hier ein JEDER das grosse Geld. Alles- von den Uebernachtungen bis zu den Bus/Zugfahrten- ist waehrend dieser Woche doppelt oder dreifach oder warum nicht gleich vierfach so teuer.
Wir habens dann mal geschafft einen halbzerfallen Reisefuehrer zu kriegen und uns anhand dessen entschieden nach Yangshuo zu fahren. Denn laut Buch ist es dort kleiner, ruhiger und relativ voll von hostels. Also viel Konkurrenz= guenstigere Preise. Haha...ha!! Um fair zu bleiben: es war echt schoen!

Von Hostel zu Hostel (erst mal sowieso in die komplett falsche Richtung gelaufen) wollten die alle zuviel Geld. Kaum jedoch hat man ihnen den Ruecken zugewendet fallen die Preise schlagartig. Hier MUSS man definitiv handeln. Wer den ersten oder zweiten Preis akzeptiert hat einfach nur zuviel Geld oder ist eben saubloed. Wir naemlich haben dann trotz Feiertage ein Bett fuer 3 Euro bekommen. In einem kleinen Dachbodenzimmer wo man schwer aufrechtstehen kann weil so klein, die Matratzen auf dem Boden, das Fenster halb kaputt (ein klitzekleines bisschen unsere eigene Schuld, haha) und beim Duschen hab ich jedesmal das Licht ausgeschaltet, weil ich keinen Stromschlag bekommen wollte.... ;)

Ansonsten wars echt schoen. Die meist besuchte Strasse ist ein einziger grosser und Markt. Vorallem waehrend der einwoechigen Ferien des Nationaltages. Yangshuo liegt wie Guilin auch am Li River und die ueberall wird einem eine Tour mit nem Boot angepriesen. Doch der Fluss war auch vom Ufer aus schoen zu uebersehen. Mit der dahinterliegenden Graeserflaeche auf denen Wasserbueffel weiden, der Palmenreihe und den einzigartigen vielen spitzen kleinen Bergen im Hintergrund ist das ein wahrhaftig chinesisches Bild. Gerne sind wir Abends bei der Daemmerung an der kleinen Promenade gesessen und konnten zuschaeuen, wie der schimmernde Mond zwischen den vielen Spitzbergen hervorkam. Noch dazu wurde an einem Abend zu den Feierlichkeiten um 11 Uhr Nachts ein grosses Feuerwerk veranstaltet.
Diese 4 Tage vergingen mal wieder wie im nu. Von den ganzen kleinen Staenden habe ich mich zum Glueck nicht verfuehren lassen, eine Lastwagenladung an Souvenirs und kleinen Erinnerungen zu kaufen. Ich hab irgendwie immer mal wieder den Zwang, allen etwas mitzubringen. Doch ich denke ihr verseht, dass das erstens bis es Zuhause waere nicht mehr ganz waere und dass ich alles was in den Rucksack muss und somit damit auch auf meinen Ruecken sehr gering halte. ;) 15 Kilo durch eine Gegend zu schleppen wo man nichts kennt, nichts entziffern kann und es schwuel-heiss ist, kann wirklich seeehr nervenaufreibend und schmerzhaft sein.

Apropos es kann recht warm sein: ich hab mir die Haare schneiden lassen. Waehrend meiner Reise haben mich meien langen Haare des oefteren etwas genervt. Und einmal hab ich (eigentlich viel zu spontan und beilaeufig um es ernst zu meinen) zu Demian gesagt, dass ein Friseur jetzt ne gute Idee waere. Demian hat das gerne gehoert, denn auch er war der Meinung die langen Zotteln haetten ihre Zeit hinter sich haha. So bin ich also in einem chinesischen kleinen Friseursalon gelandet wo keiner englisch reden konnte. Also habe ich dem jungen Herrn durch Bilder versucht zu zeigen was ich wollte. Einfach auf Schulterlaenge abschneiden, einfach und gut. Das Resultat ist etwas kuerzer und ich hatte Anfangs so meine Muehe, aber ich bin froh dass ichs gemacht habe. Falls jetzt gleich Anfragen auf Fotos folgen sollten, muss ich euch enttaeuschen, denn da hier ALLES in chinesischen Schriftzeichen aufgezeigt wird krieg ichs nichtmal hin Fotos raufzuladen. ;)

Mit einem Nachtbus sind wir dann letzten Montag auf Guangzhou gefahren. Mit einem Sleeperbus was auf richtige Betten hoffen laesst waehrend einer 9 Stuendigen Busfahrt, doch das konnte man nicht Betten nennen. Das waren kleine, schmale ungemuetliche Pritschen. Geschlafen hab ich nicht viel. Bin mal gespannt was mich da noch so an Transportmoeglichkeiten erwartet.
Guangzhou ist nahe an der Kueste Chinas. Suedkueste. Die naechste Stadt zu Hong Kong und somit nicht schwer zu erraten – eine Industriestadt. Kaum gruenes, nur Beton und Buildings und Beton. Dann noch die schwuelen Temperaturen und die vielen hektischen Leute und man kann es kaum 10 minuten waehrend der geschaeftszeiten dort aushalten. Hier moechte ich nicht leben. Alles dreht sich um Geschaefte. Auch in unserem Youthhostel das zur abwechslung so richtig schoen und sauber ist (fuehlt sich mehr wie ein Hotel denn ein Hostel an) haben wir in unserem Dormroom zwei Handelsreisende. Einen Ami der versucht billig an Schmuck zu kommen und dann fuer den 3 bis 4 fach Preis wieder in den USA verkaufen zu koennen. Der Andere einer aus der franzoesischen Schweiz der hier (so habe ich es aus der Unterhaltung die die beiden gefuerht hatten mitgekriegt, grins) einen ganzen Koffer voll ipods erstanden hat um einen Preis, den er locker um 300 Prozent steigern kann europa. Ansonsten gibts von dieser Stadt echt nicht mehr zu sagen. Diese Stadt IST Handel.

Soweit tue ich mir mit China noch ziemlich schwer. Was hier abgeht ist echt krass. Wir haben schon ueberlegt ob wir nicht einfach runter und ueber die Grenze zu Vietnam gehen sollen. Ist ja Nachbarland zu Laos und Kambodscha und wuerde uns schon interessieren. Aber unser Rueckflugticket (auch wenn es sehr billig war) wollen wir dann irgendwie doch nicht einfach so verfallen lassen. Also haben wir gestern ein Zugticket nach Shanghai gebucht. Das sind ueber 1000 Kilometer weiter rauf die Ostkueste. Taiwan zb liegt auf dieser Hoehe im Meer. Ich bin mal gespannt wie es sich entwickelt. Hoffentlich kann ich etwas mehr Gefallen daran finden.

Hier noch ein paar Eindruecke allgemein:

Ich denke jeder von euch war schonmal chinesich essen. Diese feinen buffets mit frittierten auberginen, fruehlingsrollen, wuerzigen Nudelgerichten, aromatischem warmen Pflaumenwein etc etc….
Bullshit
Ich hab hier noch nicht eines davon gesehen. Dies ist mal wieder so ein Phaenomen dass das chinesische essen bei uns dem westlichen gaumen angepasst wurde.
Ich muss sagen ich bin etwas enttaeuscht vom chinesischen Essen. Man kann es nicht anders sagen: es ist meistens lahm. Nudelsuppen schmecken nach Bruehe und Nudeln. Keine feinen Gewuerze, kein Salz oder Thymian oder was es halt so geben mag. Hin und wieder finden wir was recht feines, doch an den meisten Strassenlaeden schmeckt das eine ziemlich aehnlich dem anderen. Sushi gibt es, aber in verhaeltnismaessig teuren “running sushi” restaurants.

Als Westlicher wird man hier meist nicht so gern gesehen. Ich habe gelesen, dass die chinesen einen westlichen immer (auch wenn man noch so wie ein verlumpter mueder backpacker aussieht) als unglaublich reich ansehen. Das wird ihnen vom Staat vorgelebt. Sind halt auch nur alles Puppen hier. Gut, es ist nicht ganz so schlimm- zumindest die juengere Generation ist offener aber das wichtigste ist: nach einer Weile hat man einen dicken Schutzfilm um sich gebildet. Mir ist es mittlerweile so egal wenn ich (schon wieder) angestarrt werde wie ich meine Nudeln mit Staebchen esse. Ich denke mir mittlerweile: heilige scheisse- ja ich bin eine westliche- und ja ich kann nicht so mit Staebchen umgehen wie du- also starr dir halt wenn es so dringend ist deine Augen aus!! Nein echt, man fuehlt sich hin und wieder wie ein Tier. Hab auch gelesen, dass wir wegen unserer Groesse (die chinesen sind meistens wirklich ziemlich klein, aber ueberraschenderweise sind auch ziemlichviele recht fuellig) als Elefanten angesehen werden. Im negativen sinn. Quasi zu bloed um chinesiche Zeichen zu lesen und zu tollpatschig und vollkommen ohne stil und eleganz. Das klingt jetzt alles ziemlich ueberspitzt- es kommt sicherlich auch nicht ueberall vor, aber oft werde ich mit genau solchen Blicken angestarrt!! Da war Thailand etc zu meiner Ueberraschung anders. Ich haette es eigentlich umgekehrt erwartet- sprich in Thailand Elefant, in China willkommener geldbringeder Tourist. Vorallem da ich dachte dass china ein solch schnell wachsendes und denkendes, modernes Land ist. Doch man wird angestarrt wie ich es mir haette nicht vorstellen keonnen, dass Menschen so unverschaemt und ungezuegelt sein koennen.

Eingestellt von Inaa 12:44 AM Archiviert in China Kommentare (0)

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