Reise blog von Travellerspoint

Kuala Lumpur

Nach den erfrischenden Tagen auf den Highlands bin ich wieder in der Hitze.
Und zwar gings in die Hauptstadt Malaysiens: Kuala Lumpur!

Diese Stadt ist nicht zu vergleichen mit Bangkok. Hier gehts ziemlich relaxt zu und es wird viel Wert auf Parks und Gruenflaechen gelegt. Schoen!
Ist echt angenehm, trotz des Verkehrs, der vielen Hochhaeuser und Einkaufscentren.

Hier haben wir das erste mal ein Dormroom (Mehrbettzimmer fuer mehrere Reisende) genommen, denn so billig wie in Thailand, Laos und Kambodscha kriegt man eben keine Doppelbettzimmer mehr.
Man hat dann natuerlich keine Privatsphaere, aber der nahe Kontakt zu Gleichgesinnten kann echt Spass machen. Die ersten zwei Naechte hatten wir zb 2 Maedels aus England und danach eine Schweizerin im Dormroom. funny

Und quasi die Treppe runter auf die Strasse ist gleich ein super-leckerer Inder! Ich sag nur: Roti Canai... hmmm
Ebenso ist die Stadt gar nicht mal sooo gross- man kann alles recht gut zu Fuss erreichen.
Plaene wie den ein oder anderen Tierpark oder Themenpark anzuschauen haben wir sobald verworfen, als wir die Preise gesehen hatten. In Euro zwar immernoch unschlagbar guenstig, haben wir uns schon laengst an das billige Leben gewoehnt und so rechnen wir schon laengst nicht mehr in Euro. Soll heissen, wenn eigentlich das ganze fuer unsere Verhaeltnisse echt wenig kostet, dann ist das aber trotzdem im Vergleich zu den Unterkuenften und Essen hier wiederum teuer.

Das Wahrzeichen Malaysiens und vorallem Kuala Lumpurs- die PETRONA TWINTOWERS- waren aber sogar gratis ;) Da nur eine begrenzte Zahl an Tickets pro Tag ausgegeben wird, sind wir gleich morgens hin um welche abzubekommen und hatten ein schoene Aussicht von der Skybridge.
(ist uebrigens auch schon in Hollywood-streifen vorgekommen, hehe)

Eingestellt von Inaa 08:01 Archiviert in Malaysia Kommentare (0)

Trekking und Tandoori Chicken

Vielleicht ist es einigen von euch schon aufgefallen, dass ich in letzter Zeit recht haeufig im facebook bin- also recht haeufig im Internet.
Das hat eine ganz simple Erklaerung: Demi hat sich in Bangkok nach einem super Angebot einen kleinen eepc, also ein kleines Reiselaptop zugelegt- und in einigen Guesthaeusern kann man unbegrenzt sehr guenstig wifi haben. Also wird nun morgens meistens mal erst der Computer eingeschaltet und mails gecheckt :)

Sooo.. nun zu den letzten zwei Tagen:

Gestern waren wir guter Dinge, so wie das Wetter auch, und wollten mal die bekannten Trekks machen. Hier gibt es einige moeglichkeiten die Waelder durchzuforsten- meist durch gefuehrte Touren, was meiner Meining nach schwachsinn ist.
Bis dato haben wir noch nie jemanden fuer etwas bezahlt, das wir alleine genauso gut koennen- also werden wir das jetzt nicht anfangen :)
Im Endeffekt zahlt man nur dafuer, dass man mit dem Auto zu weiterweg-gelegenen Trekks gebracht wird, und dabei dann auch noch wie die Huehner einem Anfuehrer nachrennen muss.

Es gibt aber immer auch anderer Moeglichkeiten, wenn es einen nicht abschreckt es sich nicht immer so leicht zu machen.

Wir sind also einfach los, ohne Tour und auch ohne Karte. Ok- Erstmal wir fuer 20 minuten einen falschen Weg eingeschlagen, aber danach gleich den Trekk Nr. 4 gefunden. Gemuetliches Spaziergaengchen... von dort dann gleich die weiterfuehrenden Wege in den Wald gefunden. Ca. 3 einhalb Stunden waren unterwegs- ueber Stock und Stein, ueber Hoehen und Tiefen. Teilweise recht fordernd (zum. fuer mich) aber herrlich in Bewegung zu sein. Meine Schuhe und Fuesse haben nun der Hautfarbe der Inder geglichen, da es die ganze Nacht zuvor geregnet hatte und teilweise der Weg richtig muddy war ;)

Tandoori Chicken:

In Malaysien leben viele versch. Menschen, darunter viele Inder- ergo: viel indisches Essen auf viele versch. Arten dargeboten- und sooo guenstig. Fuer einen ordentlichen Teller gebratener Reis mit Huehnchen, Gemuese und so weiter zahlt man zeilweise noch nicht mal einen Euro.

So hatte ich die Gelegenheit in diesem Land an authentischen indienfood zu kommen.
Das wohl bekannteste und landestypischste ist wohl das tandoori Chicken welches ich natuerlich schon probiert habe. Auch die Mee Goreng und Nasi Goreng Gerichte blieben nicht verschont. Die Inder wuerzen einfach so verdammt geil. Curry- hmmmmm

Hin und wieder findet man ueberraschendes in seinem Essen. In einem richtig fein aussehenden Gemuesewirrwar das auf Reis serviert wird hab ich dann ein paar kleine Fischaeuglein auf mich zublicken sehen. Es scheint hier recht ueblich zu sein, oft kleine, getrocknete Fische im ganzen unterzumischen... nicht so ganz meins- aber man sollte zumindest probieren. Und heute, als ich wieder so ein was aehnliches- diesmal aber mit kl. Tintenfischchen gegessen hatte- wollte ich grad auf einen vermeintlichen Tentakel beissen, als ich grad erkannt hatte, dass das gar keiner ist- sonder ein Wurm. Haha. Den hab ich liegen gelassen. Und so sehr genossen hab ichs dann auch ned mehr ;)

Eingestellt von Inaa 02:08 Archiviert in Malaysia Kommentare (0)

Cameron Highlands

So schoen Insel und Meer auch sind, nach wenigen Tagen muss man weiter um nicht zu faul zu werden :)

Also haben wir einen zweiten Anlauf fuer die Cameron Highlands gestartet. Diesmal sind wir auch ohne groessere Wartezeiten hingekommen- gestern Abend.

Das ist echtes Kontrastprogramm: hab ich den Tag und die Nacht zuvor noch geschwitzt und im Bikini am Meer verbracht, bin ich jetzt mit langer Jeans, Pulli und naechtens sogar mit Socken bekleidet in den hoechsten Bergen von Malaysien. Ich glaub so ca. 2000 Meter ueber Meeresspiegel ist der hoechste hier.

Mir gefaellt es gut: die Highlands sind wahrscheinlich fuer die Einheimischen das, was fuer uns Oesis der St. Anton oder so ist. Eine Urlaubsregion in den Bergen mit vielen Souvenirs etc...
Typisch sind hier Teeplantagen und Massen an Erdbeeren, nicht nur zum Essen, sondern auch in jeglicher anderer Form: Erdbeerkissen, Erdbeerschluesselanghaenger, Erdbeerlimo, Erdbeerkugelschreiber, ...... :)
Morgen gehts jedenfalls mal ein bisschen auf Trekkingtour, denn bei den angenehmen Temperaturen muss man das ausnuetzen, hehe.

Ich schaetze mal so in 2 oder 3 Tagen gehts dann nach KUALA LUMPUR! Hab mittlerweile schon so viel positives ueber die Hauptstadt gehoert, dass ich mich riesig drauf freue.

Eingestellt von Inaa 01:11 Archiviert in Malaysia Kommentare (0)

pack die Badehose ein, ......

Pulau Pangkor

Hey, euch steht ja ein langes Wochenende bevor... Pfingstwochenende- stimmts?

Na dann wieder mal was zum lesen:

Nach drei Tagen georgetown und 2 Kinofilmen in 2 Tagen sind wir mit dem publikbus weiter richtung westen auf der Insel Pulau Penang gereist, an einen Strand.
Die Busfahrt war super: der Fahrer muss ein Araber oder zumindest halbaraber gewesen sein-- Ergo: temperamentvoll. Sein Fahrstil und wilden Gestikulationen waren zum traenenlachen :)

Der Strand selbst wars leider nicht so erhellend... Also gings nach einer sehr mosquitoreichen Nacht gleich weiter auf die Cameron Highlands.
Nach Umsteigen von Bus auf Faehre wieder auf Bus hatten wir aber dann keine Lust, drei Stunden auf einen weiteren Bus zu warten, der vom Knotenpunkt Ipoh zu den Highlands faehrt... Die gute Nachricht war, dass ein anderer Bus schon in 30 Minuten nach Pulau Pangkor faehrt- eine schoene Insel mehr im Sueden von Malaysien.
Also liessen wir die Wartezeit auf die versch. Busse entscheiden, wo es hingehen soll.

Pulau Pangkor ist eine Urlaubsinsel wie sie im Buche steht. Beachresorts, Natur und Traumstraende! Das Wasser kann tuerkiser fast nicht sein, auch wenn ich schon klareres, speziell zum tauchen besseres Wasser gesehen habe. Aber einfach nur zum relaxen und baden paradiesisch. Leider bedeuten solche Straende und Beachresorts auch gleich teure Uebernachtungen. Einige sollen hier so um die 1300 Ringit = 300Euro pro Nacht kosten. Das sind dann wohl die Pauschalurlauber die nen Luxusurlaub buchen.....
Wir aber haben dem Taxifahrer gleich klar gemacht, dass wir was seeehr guenstiges suchen.... und er hat uns zum billigsten Anbieter gebracht den er kannte. Fuer unser kleines Huettchen, indem neben den 2 Matratzen grad noch genug Platz fuer unsere Rucksaecke blieb, haben wir pro Nacht dann ca. 7 Euro bezahlt. Das passt. Neben den ganzen Resorts hat sich doch noch einer auf solche Backpacker wie wir eingelassen und so eine Art Camp eingerichtet. Da jetzt Nebensaison ist war es recht einsam und gemuetlich- Spitze!
(waehrend ich diese Saetze in meinem Buechlein festhielt, ist uebrigens zum 2. mal an dem Tag der Strom ausgefallen, was bedeutet: kein Ventilator....)

Die Umgebung war der Hammer. Echter, dichter Dschungel- gruen und satt. Man steht auf, ist aufgrund des minimalen Schlafplatzes gleich im Freien und wird begleitet von Tiergesaengen, von prallen Sonnenstrahlen, Palmen, Farnen....
Tukane, die schwarzen Voegel mit den grossen gelben Schnaebeln die man meist mit Dschungel in Verbindung bringt, erinnern mich daran, dass ich nun wirklich in einem subtropischen Land mit einigen der schoensten Regenwaeldern, Inseln und Tauchspots bin!

Eingestellt von Inaa 00:43 Archiviert in Malaysia Kommentare (0)

zum zweiten mal Thailand

zum dritten mal Bangkok

Da Bangkok der Knotenpunkt fuer das Reisen innerhalb Asiens ist und "nur" eine 6 Stunden Busfahrt entfernt, sind wieder an den Ursprungsort meiner Reise.
Hier bin ich vor nicht ganz 4 Monaten angekommen, allein und ohne jegliche Erfahrung in der Backpackerstrasse ueberhaupt- der Khaosan Road. Jetzt wieder dort zu sein, noch dazu in genau demselben Guesthouse war ein tolles Gefuehl. Ein anderes Gefuehl als "damals"- gewitzter, erfahrener- ein alter Hase..... :)
Leider hats mich 2 Tage lang ein bisschen erwischt. Uebelkeit, alle 20 Minuten aufs WC bis zum Fieber. Doch zum Glueck- so schnell es gekommen war, so schnell wars auch wieder weg.

Ein Reisemoeglichkeit nach Malaysien hatten wir auch schnell gefunden: den Nighttrain der bis ueber die Grenze nach Butterworth faehrt- PERFEKT!!! War echt gemuetlich und vorallem billiger als ueber den Luftweg. Von 3 Uhr Dienstags bis 12 Uhr Mittwochs waren wir unterwegs, und hier in Malaysien musste ich die Uhr um eine Stunde vorstellen. Also ist der Unterschied zu Europa nun 7 Stunden.

UND JETZT BIN ICH DA- seit Vorgestern im Land das zwischen Thailand und Indonesien liegt und Mittendrin von Singapoure und dem Meer in 2 Teile getrennt wird.
Mir gefaellts auf jeden Fall jetzt schon. An den Bildern die waehrend der Zugfahrt an mir vorbeigezogen sind kann ich sagen: es ist gruener und natuerlicher als Thailand. Die Staedte scheinen etwas sauberer zu sein und es ist von den Menschen her etwas exotischer.
Auf die grosse Insel Pulau Penang sind wir mit der Faehre gekommen, von der aus ich vieeele Quallen im Salzwasser schwimmen sah....... Uahhhh. ABER- auch einen kleinen Delphin.
Unser Guesthouse liegt inmitten vom Viertel "little India"- was wunderbare Gerueche und fremde Musik mit sich zieht. Auch die fuer Inder typischen roten Punkte auf der Stirn sind ueberall zu sehen.

Soooo, das wars mal wieder... jetzt gerade ist es viertel vor 11 Morgens und Heute gehen wir mit nem Hilltrain einen schoenen Aussichtshuegel geniessen.

Eingestellt von Inaa 19:29 Archiviert in Malaysia Kommentare (0)

Kambodscha

meine Blog-fuehrungs-Ambitionen lassen nach... :)

wie die Zeit vergeht.... ich haette noch einiges ueber Kambodscha zu berichten, wo ich doch mittlerweile schon in Malaysien sitze, aber dazu spaeter.

Also, nach der abenteuerlichen Matsch-Busfahrt gings in die Hauptstadt- nach Phnom Penh. Hat mir gefallen und war interessant, hatte ich doch zuvor den Film "killing fields" gesehen, indem es um den Krieg vor ca. 30 Jahren geht und die Masseneliminationen die unter anderem eben dort passiert sind....
Auch den tatsaechlichen "Schauplatz" haben wir gesehen: eine Schule die unter der Fuehrung Pol Pots als Gefangenenlager missbraucht wurde. (da Pol Pot ja jeden der gebildet, der ein Stadtmensch, der erfolgreich,.. oder einfach gesagt- der kein einfacher Bauer war, toeten liess.) Schauderhaft. Es gab in der Geschichte eben nicht nur Hitler, sondern auch andere kranke Menschen.

Die Stadt selbst ist schoen. Groesser und moderner als ich erwartete. Mit Weltmarken und groesserer Shoppingmall.

SIHANOUKVILLE

dann, nach ca. 2 1/2 Monaten haben wir wieder Seeluft geschnuppert. Es war herrlich wieder den Salzgeruch in der Nase zu haben.
Sihanoukville liegt ganz im Sueden, wo das Meer auf das Land trifft, und war sehr gemuetlich. Strandtage, baden, nettes Zimmer sogar mit Fernseher (so waren wir mal wieder auf dem neuesten Stand), suuuuper BBQ und netten Leuten.
Links von uns hat sich ein aelterer australischer Herr aus Tasmanien eingenistet. Mit seinem grauen Bart hat er fuer mich ausgesehen wie ein altgedienter Seemann- herzig. Mit seiner Gitarre im Gepaeck und selbstgeschriebenen Songs ueber sein Leben hatten wir alle zusammen einen schoenen Abend draussen vor den Zimmer. Lieder ueber sein Leben als Stahl- und Minenarbeiter, sein Herz dass einer Dame eines anderen Landes gehoert, seine adoptivtochter aus Indonesien die nun selbst Mutter geworden ist...
Es hat echt spass gemacht im zuzuhoeren!

Baracuda: an einem Nachmittag im Wasser hab ich mich riesig erschroecken, als ich einen Baracuda neben mir im Wasser schwimmen sah.... Ganz zum erstaunen von Demi, der sich von dem grossen Raubfisch nicht so erschrocken hatte, hehe.
Das ironische an der ganzen Sache: am selben Abend noch an den unzaehligen Strandbars hatte ich einen gebratenen Baracuda auf meinem Teller :)
Der Strand hier war nett, wenn man eben von diesen Bars gefluechtet ist, die teilweise die ganze Strandflaeche vereinnahmt hatten.

Siem Reap:

fuer die meisten gibt es nur einen Grund nach Siem Reap zu pilgern: die Angkor Ruinen. Das weltweit groesste, zwischen dem 9 und 13 Jahrhundert von godkings erbaute, religioese Bauwerk das nun zum Unesco Weltkulturerbe zaehlt. Wenn man vor den gewaltigen Steinmassen steht, die reichlich verziert sind in liebevoller Jahrelanger Arbeit, zweifelt man an der menschlichen Machbarkeit dessen. Wie konnten es solche Gesteinsbrocken nur alle an diesen Ort schaffen- Ueberwaeltigend. Schoen.
Diese Ruinen haben wir zufaelligerweise grad an meinem 23. Geburtstag angeschaut- echt toll.

Das Ende: Kambodscha ist klein. Wir haben den Norden, den Osten, den Sueden und den Westen gesehen. Sind fuer etwa 3 Wochen in das Land eingetaucht und wollten jetzt weiter. Endlich den Sprung nach Malaysien schaffen. Unterhalb von Thailand, von Laos und von Kambodscha.
Leider haben wir etwas zu lange gezoegert, um noch einen billigen Flug auf die schnelle zu bekommen, also sind wir wieder nach Bangkok um uns andere Moeglichkeiten anzuschauen.

Eingestellt von Inaa 19:00 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

Interessantens ueber Laos und Kambodscha

Dies habe ich von einer Travelfreundin, die auch einen Blog betreibt, kopiert:

"Laos ist das weltweit am meisten bombatierte Land und es gibt noch immer unzaehlige unexplotierte Bombem (UXOs) die vielen Menschen ihre Gliedmassen und gar ihr Leben kosten. Einge verdienen sich ihren Lebensunterhalt damit, das Metall einzusammen und zu verkaufen. Die kleinen explosieven Kugeln, die meist wie ein Ball aussehen lassen sie zurueck, welche dann oft von den Kindern fuer ein Spielzeug gehalten werden, oder in der Hoffnung eingesammelt etwas von Wert nachhause bringen zu koenne.

Auf meine Frage, warum bombatiert jemand ein Land, dass zu der Zeit (und immer noch) hauptsaechlich aus kleinen Bambushuettendoerfern bestand, bekam ich die Antwort: Die Amerkaner wollten die Ausbreitung des Kommunismus verhindern. Es macht keinen Sinn. "

Ja- da hast du absolut recht, Gerlinde!!!

Auch in Kambodscha, auf den Huegel in Sen Monorom steigend, wurde uns bewusst, dass hier in der unberuehrten Natur ueberall Querschlaeger sein koennten.... Wir haben uns den Boden genau angeschaut, auf den wir traten..

Etwas ueber den Krieg in Kambodscha, den noch sehr jungen Krieg...:

Am 17. April 1975 wurde Phnom Penh von den Roten Khmer eingenommen, das „Demokratische Kampuchea“ ausgerufen und der im Exil lebende Norodom Sihanouk als Staatsoberhaupt eingesetzt.

Die meisten Einwohner der Stadt freuten sich über das Ende der Kämpfe und begrüßten die einmarschierenden Truppen jubelnd. Ein großer Teil der Kämpfer bestand aus Kindersoldaten, die zu diesem Zeitpunkt nichts anderes als die Schrecken des Krieges kannten- und so leicht zu beeinflussen waren!

Die Stimmungslage kippte jedoch schnell, als Pol Pot und die Roten Khmer mit der Errichtung eines Terrorregimes begannen. Am 4. April 1976 wurde Norodom Sihanouk wegen seiner Kritik am Kurs der Roten Khmer als Staatsoberhaupt abgesetzt und unter Hausarrest gestellt, Khieu Samphan zum neuen Staatsoberhaupt und Pol Pot zum Regierungschef ernannt.

Ein grosser Fehler:

Pol Pot war krasser Kommunist... und wollte die Landsleute unterstuetzen.. NUR die Landsleute!! Massenevakuierungen der Staedte war die Folge sowei Einheitskleidung fuer alle etc..... Bei diesen Evakuierungen starben viele Menschen- vorallem Kinder und aeltere Menschen.
Bald war jeder Überlebende zum Arbeiter gewandelt und gezwungen, eine schwarze Einheitskleidung zu tragen, die jede Individualität beseitigen sollte
In den ersten Monaten dieser revolutionären Ära verwandelte sich das Land in ein gigantisches Arbeits- und Gefangenenlager.
Geld wurde abgeschafft, Bücher wurden verbrannt, Lehrer, Händler und beinahe die gesamte intellektuelle Elite des Landes wurde ermordet, um den Agrarkommunismus, wie er Pol Pot vorschwebte, zu verwirklichen. Die beabsichtigte Verlagerung der Wirtschaftstätigkeit aufs Land bedingte deren vollständiges Erliegen, da auch Industrie- und Dienstleistungsbetriebe – Banken, Krankenhäuser, Schulen – geschlossen wurden.

Des Weiteren wurde von den Roten Khmer die Praktizierung jeglicher Religion verboten[1], ähnlich wie im kommunistischen Albanien. Im Zuge seiner Bestrebungen zur Auslöschung der Religion ließ das Pol-Pot-Regime Hunderte von buddhistischen Klöstern, christlichen Kirchen und Moscheen zerstören.

„Massensäuberungen“

Gleichzeitig wurden so genannte Massensäuberungen durchgeführt. Wer im Verdacht stand, mit Ausländern zu kollaborieren, wurde mit Ehegatten und Kindern getötet. Nicht nur Pol Pot und die Roten Khmer machten Vietnamesen und andere Ausländer für die Notlage Kambodschas verantwortlich. Die Vietnamesen waren nicht nur unbeliebt, weil sie den Krieg mit nach Kambodscha getragen hatten, sondern auch weil sie – von den Franzosen zur Zeit des kolonialen Französisch-Indochina für Verwaltungsaufgaben ins Land geholt – für viele ein Symbol für die Fremdbestimmung des Landes darstellten.

etc. etc....

UND DAS IST NOCH NICHT MAL 40 JAHRE HER!!!! Das Land erholt sich langsam...

Eingestellt von Inaa 01:02 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

Sen Monorom

Sen Monorom in der Mondulkiri Province ist ein zwischen leuchtendgruenem Dschungel gelegenes Oertchen! Vor noch gar nicht so langer Zeit haben es Stromleitungen hierher geschafft! Und da ja gerade an einer Strasse gearbeitet wird, wird es hier wohl nicht mehr lange so idyllisch und touristenfrei bleiben...

Unser "Zimmer" fuer grad mal 2 Dollar (ca. 1,60 Euro die Nacht) ist klein, hellhoerig aber OK- da guenstig! Hier haben wir auch wieder das Paaerchen getroffen- er aus Venezuela- und Demian hat gleich wieder mit seinem spanisch losgelegt!! Ich versuch jetzt mal das von ihm zu lernen. :)
In der ersten Nacht hat uns eine dicke schoene Spinne besucht..... und in den naechsten zwei war eine Ratte zwischen den duennen Plastikwaenden am Werk!! Hab ned so gut geschlafen, hehe.
Dort war es schoen die Gegend zu erkunden. Einmal nen Huegel mit schoener Aussicht!! Hier hat mir meine Tollpatschigkeit ein blutendes Knie verpasst- beim wieder absteigen.....

Am Tag danach sind wir zu nem Wasserfall gelatscht! Ich oben gesessen- Demian unten gecheckt wie Tief das Wasser im See ist.... tief genug... um da RUNTERZUSPRINGEN!!!!!
Da ich der Sache noch nicht ganz traute, hab ich ihn erst mal springen lassen, und als ich sah dass er noch ganz ist hat es mich dann auch gepackt!! Ich liebe das!!!! Grad als ich im Begriff war nen guten Absprungplatz zu finden haben sich einige Kambodschaner eingefunden und mich angeheuret, hehe. Es war herrlich- die Pumpe hat schneller geschlagen... :) Und vorallem fuer die Frau da oben am Wasserfall war ich eine Heldin "grins"! Kaum wieder dort angekommen wollten sie alle Fotos von mir und Demi

Tja, und an dem Tag als wir den Ort wieder verliessen hats wieder geregnet... Nun war die Strasse echt voller rotem Schlamm! Und da hat sich herausgestellt dass das kleine Unglueck des Pick up im Bach noch gar nichts war....
An einer Steigung war mir gleich klar, dass ich da nicht im Bus sitzen moechte, wenn der da hochfaehrt.
Denn die vorausgegangen Fahrzeuge, und das waren welche mit 4rad Antrieb, sind da gerutscht wie auf ner Eisplatte!! Und unser alte Bus nur Hinterradantrieb. Doch noch bevor der Steigung sind dessen Reifen so richtig im Matsch gesteckt- keine Chance da ohne Hilfe wieder rauszukommen!!! Nach 2 Stunden- barfuss im muddy Lehmboden (denn Schuhe waeren nur stecken geglieben, hehe) und etlichen Versuchen den Bus mithilfe einer Raupe da Hochzubekommen... Haben sie es tatsaechlich geschafft! Ne nette, dreckige, abenteuerliche Abwechslung

Ich schaetze mal unser Busfahrer hatte es nach dieser 2 Stunden Verspaetung recht eilig... Statt hin und wieder vom Gas zu gehen hat er fast durchgehend gehupt wenn sich auch nur ansatzweise jemand auf der Strasse befand der uns in die Quere kommen koennte!!! Zum Leidwesen einer Kuh... einer kleinen Kuh mitten in einer Herde auf der Strasse.. Zugegeben, diese Tiere sind aber auch ein bisschen bloed sich mitten auf den Strassen zu befinden... Auf jeden Fall kam der Fahrer nicht auf die Idee zu bremsen, hat im letzten moment erkannt dass das wohl doch von Noeten gewesen waere und versuchte noch auszuweichen- ohne Erfolg. Die kleine Kuh wurde boese gerammt..

Im laufe dieser von 7 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends dauernden Fahrt fanden so etliche Hunde, Katzen, Huehner BEINAHE den Tod. Sie konnten sich grad noch von der Strasse retten....

(Ein Indiz dafuer, dass unser Fahrer ein klein bisschen cholerisch ist bzw. war, war dies dass er als er einen langsameren Bus vor sich hatte, just die Nummer dessen Fahrers gewaehlt und den am Telefon recht eindeutig und eindringlich zum Gas geben aufgefordert hatte) hab ich gelacht

Eingestellt von Inaa 00:18 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

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